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Für 65 Altenpflegeschüler hat im September die Ausbildung bei der MÜNCHENSTIFT begonnen. Geschäftsführer Gerd Peter begrüßte die neuen Mitarbeiter im Unternehmen und äußerte sich in der SZ zur Ausbildung.

Rekordzahlen bei Ausbildung

Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 4./5. September
von Sven Loerzer

München – Während viele Altenheimträger kaum oder gar nicht Pflegekräfte ausbilden, kümmert sich die städtische gemeinnützige MÜNCHENSTIFT GmbH ganz gezielt um die Nachwuchsgewinnung und stellt dabei einen neuen Rekord auf: 65 Altenpflege-Auszubildende haben jetzt ihre drei Jahre dauernde Lehrzeit begonnen. „Wir investieren sehr viel Geld, Zeit und Arbeit in die Ausbildung, weil wir nur so unseren Bedarf an qualifizierten Fachkräften langfristig sichern werden“, betont Geschäftsführer Gerd Peter, zumal der Arbeitsmarkt leergefegt sei. Seinen Erfahrungen nach fühlen sich die im eigenen Haus ausgebildeten Mitarbeiter stärker dem Unternehmen verbunden und würden so auch dem hohen Qualitätsanspruch besser gerecht. Dagegen hätten Pflegekräfte, die von anderen Häusern kämen, oft Probleme mit den Anforderungen, denen sie sich im Pflegebereich nicht gewachsen fühlten: „Die Folge davon ist eine höhere Fluktuationsquote als bei denjenigen, die wir selber erfolgreich ausgebildet haben.“
Peter, der die neuen Mitarbeiter zusammen mit den Hausleitern und dem Betriebsrat persönlich begrüßte, rief die Auszubildenden dazu auf, „sich von Anfang an aktiv und kritisch einzubringen“. Sie sollten nicht nur mitarbeiten, „sondern auch mitdenken“. In jedem der MÜNCHENSTIFT-Häuser kümmern sich eigens freigestellte Ausbildungsbeauftragte um die Berufsneulinge. Unternehmensweit würden ihnen außerdem 66 Mentoren zur Seite stehen, so Peter. Gerade weil die Arbeit in der Altenpflege manchmal sehr schwer sein kann, sei es wichtig, „Hilfestellungen zu geben und ihnen das Wissen zu vermitteln, wie Schwierigkeiten gemeistert werden können.“
Die städtische Tochtergesellschaft bietet mit 1700 Mitarbeitern in elf Häusern Wohnen und stationäre Pflege für rund 3000 Menschen. Alle drei Lehrjahre zusammengenommen, absolvieren derzeit 180 Frauen und Männer ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Altenpflegefachkraft. Dazu kommen 26 Mitarbeiter, die sich zum Pflegefachhelfer ausbilden lassen.