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Gerd Peter zu den ersten Benotungen für MÜNCHENSTIFT-Häuser

Peter: "Die sehr gute Benotung der ersten Häuser der MÜNCHENSTIFT (einmal 1,1 und einmal 1,2) ändert nichts an meiner Überzeugung, dass das neu eingeführte Bewertungssystem für Pflegeeinrichtungen die Kunden nicht aufklärt, sondern täuscht!"

Damit wird für den Verbraucher eine Entscheidung für oder gegen ein Heim eher erschwert als erleichtert.

Die Gesamtnote setzt sich aus einer Flut von Einzelnoten zusammen, die nicht deutlich machen, ob auch mittelmäßige oder gar schlechte Einzelergebnisse erreicht wurden.

Auch die Darstellung der zahlreichen Einzelergebnisse verbessert die Situation nicht, da nur kundige Betrachter aus dieser Fülle die wirklich wichtigen Aspekte herausfiltern können.

Man stelle sich vor:

Das Heim vergisst meistens, dem Bewohner gegen seine chronischen Schmerzen die Medikamente zu geben, weist dafür aber nach, dass  es regelmäßig mit dem Arzt im Gespräch ist. Damit kann es diesen eklatanten Mangel ausgleichen! Das ist doch absurd und darf einfach nicht sein.

Die MÜNCHENSTIFT wird diese Ergebnisse selbstverständlich veröffentlichen, dazu ist sie verpflichtet, aber nicht aktiv mit ihnen werben. Außerdem werden die MÜNCHENSTIFT-Häuser parallel dazu auch weiterhin die jeweils aktuellen Heimaufsichtsberichte aushängen, weil wir der Ansicht sind, dass diese ein realistischeres Bild von der Situation in unseren Einrichtungen wiedergibt.

Wir wissen, dass wir eine gute und seriöse Arbeit abliefern. Trotzdem werden Fehler gemacht. Das ist bedauerlich, aber oftmals nicht zu vermeiden. Wenn wir aber die Note 1 bekommen, dann gibt es kein ehrliches Bild der tatsächlichen Situation wieder. Da wäre mir eine ehrliche 2,5 lieber als eine 1,1 unter diesen Bedingungen.