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Beim 15-jährigen Jubiläum der MÜNCHENSTIFT standen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund.

In 15 Jahren ist es gelungen, aus den einstmals städtischen Altenheimen, die baulich veraltet und defizitär waren, ein fachlich angesehenes und wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen zu gestalten. Die Gründe für diesen Erfolg sind vielfältig. MÜNCHENSTIFT-Geschäftsführer Gerd Peter sieht jedoch in den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den entscheidenden Erfolgsfaktor. „Natürlich mussten wir auch geeignete Rahmenbedingungen schaffen. So haben wir drei Häuser neu gebaut und unsere anderen Häuser grundlegend modernisiert. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Entwicklung von Qualitätsstandards. Doch im Endeffekt müssen die Kolleginnen und Kollegen vor Ort dafür sorgen, dass die Menschen bei uns nicht nur fachgerecht versorgt werden, sondern sich bei uns auch wohl, ja heimisch fühlen.“

Die zentralen Werte bei der MÜNCHENSTIFT lauten Offenheit, Wertschätzung und Innovationskraft, die für die betreuten Senioren ebenso wie in der öffentlichen Wahrnehmung erlebbar sein müssen. „Wer wie wir die aktuellen MDK- und Heimaufsichtsberichte öffentlich aushängt, wer die Arbeitsabläufe an die individuellen Bedürfnisse der alten Menschen anpasst und innovative Wohnformen anbietet, braucht eine engagierte Mannschaft, auf die Verlass ist“, meint Peter.

Mit möglichst vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollte man das bisher gemeinsam Erreichte ausgiebig feiern. „Eine Veranstaltung, an der alle Kolleginnen und Kollegen teilnehmen können, ist bei einem Unternehmen, in denen natürgemäß im 24-Stunden-Betrieb gearbeitet wird, leider nicht möglich. Andererseits war es unser Ziel, wirklich jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter ganz konkret zu danken.“

Da nur etwa 400 der insgesamt rund 1.700 MÜNCHENSTIFT-Mitarbeiter dabei sein konnten, hatte man im Vorfeld die Auswahl der Teilnehmer den einzelnen Teams in den Wohnbereichen der Häuser, der Verwaltung, den Küchen und der Hauswirtschaft überlassen. Den Teilnehmern der Veranstaltung wurden Körbe mit Schokoladenherzen für alle Mitarbeiter überreicht. Die außergewöhnliche Architektur des 2006 eröffneten neuen Jüdischen Gemeindezentrums lieferte einen hervorragenden Rahmen für die Feier. Das Angebot einer Synagogenführung durch Stadtrat Marian Offmann stieß bei den Gästen auf riesiges Interesse. Anschließend begrüßte Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München, die Gäste.

In ihren Reden betonten Bürgermeisterin und MÜNCHENSTIFT-Aufsichtsratsvorsitzende Christine Strobl sowie Gerd Peter nicht nur die engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch die Bedeutung der Arbeit in der Altenpflege insgesamt. Strobl: „Vielen Menschen stellt sich im Beruf immer wieder auch die Frage nach dem Sinn ihrer Aufgabe, nach dem Wert der eigenen Arbeit. Ich denke, bei Ihnen muss man nach diesem Sinn und nach diesem Wert nicht lange suchen.“ Gerd Peter wies mit Blick auf den Personalmangel in der Altenpflege darauf hin, dass die MÜNCHENSTIFT in der Branche zwar der größte Ausbilder sei, das Problem aber auch im eigenen Unternehmen nicht alleine lösen könne. Eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufwertung des Berufes sei dringend notwendig. „Ohne Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, wäre unser Land ein wesentliches Stück ärmer“, betonte Peter.

Verwöhnt wurden die Gäste anschließend mit koscheren Spezialitäten.

Die Tatsache, dass noch Tage nach der Veranstaltung in den Häusern über diesen Abend gesprochen wurde zeigt, dass die Botschaft bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MÜNCHENSTIFT angekommen ist.