Der Erlös des Christkindlmarktes, den die neun Geschäfte um den Hof in der Rümannstraße 11-13 veranstaltet haben, kann sich sehen lassen. Stolze 1.650 Euro kamen innerhalb weniger Stunden zusammen. Stellvertretend für die Bewohner des MÜNCHENSTIFT-Hauses an der Rümannstraße nahm nun Friedrich Birzer, ein Bewohner des Hauses, zusammen mit Hausleiterin Brigitte Harz-Jahnel sowie der Künstler Horacio Diez-Jacob die Spende in Empfang.
Die neun Geschäfte bilden in der Rümannstraße ein kleines Einkaufszentrum und damit eine zentrale Anlaufstelle für die dort lebenden Menschen. Mit Flugzetteln und Plakaten riefen die Geschäfte dazu auf, Sachspenden abzugeben. Am 4. Dezember wurden dann die gespendeten Gegenstände im Rahmen eines zünftigen Christkindlmarlktes verkauft. Glühwein, Bratwürste und sogar der Nikolaus kam (eigentlich zwei Tage zu früh) vorbei. Der Erfolg dieses Festes, das in dieser Form zum ersten Mal stattfand, überraschte die Veranstalter. Die Idee wurde von den zahlreichen Besuchern begeistert aufgenommen. Auch der Verkauf lief bestens und am Ende der Veranstaltung lagen 1.650 Euro in der Kasse.
Von Anfang an war geplant, den Erlös einem guten Zweck zukommen zu lassen. An den Überlegungen, wem das Geld zu Gute kommen solle, beteiligte sich ein Stammkunde des Tabakladens, Horacio Diez-Jacob, der als Künstler im MÜNCHENSTIFT-Haus an der Rümannstraße sein Atelier betreibt und dort auch mit den Senioren arbeitet. Er berichtete davon, dass manchem Bewohner nur ein bescheidenes Taschengeld zur Verfügung stehe. Darauf hin wurde entschieden, diesen älteren Menschen mit dem Geld eine Freude zu bereiten.
„Einige Bewohner des Altenheims kennen wir ja, weil sie bei uns einkaufen. Als wir erfuhren, dass Manchen nicht sehr viel Geld übrig bleibt, um sich mal etwas schönes zu leisten, haben wir uns entschlossen, den Erlös unseres Christkindlmarktes diesen Senioren zugute kommen zu lassen“, erklärt Andreas Wolber, der zusammen mit Volker Patzek den Schreib- und Tabakladen betreibt. Der große Erfolg habe alle überrascht und motiviert. „Natürlich bedeutet so eine Aktion auch viel Arbeit, aber es hat auch viel Spaß gemacht!“, bestätigt Volker Patzek.

