Der Wachkoma-Bereich des Hauses St. Josef richtet sich an Patienten der Phase F, die Chancen auf eine Verbesserung ihres Zustandes haben. Angehörige von Wachkoma-Patienten erfahren Beratung und Betreuung, und wir arbeiten zudem eng mit Fachleuten und Selbsthilfegruppen zusammen.
Aktivierende Pflege, die Chancen
eröffnet
Ziel unserer Arbeit im Wachkoma-Bereich ist es, zusammen mit den Patienten das Aktivierungspotential auszuschöpfen. Wir fördern gezielt Bewegung und Sinneswahrnehmung, trainieren Kau- und Schluckfähigkeit sowie die Kommunikationsfähigkeit. Durch kontrolliert stimulierende Behandlung und Rituale suchen wir die Kontaktaufnahme mit dem Patienten. Auf der Basis systematischer Beobachtung und Dokumentation des Verlaufes der Aktivierung können mögliche weiterführende Maßnahmen eingeleitet werden. Ein fachgerechter Umgang mit Trachealkanülen und Tracheostomapflege ist selbstverständlich gewährleistet, ebenso wie der Umgang mit künstlicher Beatmung und medizintechnischen Hilfsmitteln.
Ein fester Bestandteil unserer Arbeit ist die Betreuung einer externen Selbsthilfegruppe, die sich regelmäßig in unserem Hause trifft. Wir beraten Angehörige, zeigen gangbare Wege auf und helfen ihnen, die meist schwierige Situation zu meistern.
Beratung und Information:
Telefon: 089 74147-0
Das Bayerische Rahmenkonzept für Wachkomapatienten der Phase F sieht vor, den Betroffenen in Schwerpunkteinrichtungen bis zu zwei Jahre durch besonders qualifizierte Pflege eine eventuelle Rückführung in die häusliche Umgebung oder eine erneute Rehabilitation zu ermöglichen, sowie Entlastungsangebote für betreuende Angehörige sicherzustellen. Das Haus St. Josef ist eine solche Schwerpunkteinrichtung für Oberbayern. Der Pflegeschlüssel in Pflegestufe 3 beträgt 1:1, die Fachkraftquote rund 75 Prozent. Eine begleitende medizinische Betreuung des Bereiches ist durch spezialisierte und erfahrene Ärzte gewährleistet.

