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MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Gut versorgt im Alter

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Um Münchner Lesben, Schwule und Transgender gut versorgen zu können, nimmt die MÜNCHENSTIFT seit 2014 an dem Projekt „Öffnung der Langzeitpflege in München für Lesben, Schwule und Transgender" (LGBT) der Landeshauptstadt München teil. Peter Priller, Sozialarbeiter und Berater bei rosaAlter (Beratungs- und Vernetzungsstelle für lesbische, schwule, trans* und inter* Senior_innen) zur Situation:
Wie ist die Situation der älteren Menschen in der LGBT-Community?
Sehr unterschiedlich. Die ganz Hochaltrigen sind geprägt vom Paragraphen 175. Sie haben ein Leben lang ver­steckt leben müssen. Es fällt ihnen heute schwer sich offen zu zeigen. Die nachfolgenden Generationen haben einen Prozess der Identitätsfindung hinter sich, sind aufmüpfig und wollen im Alter nicht zurück­stecken. Stärker als andere Senior_innen haben sie große Angst vor Autonomieverlust.

Entspricht die LGBT-Öffnung der MÜNCHENSTIFT ihren Bedürfnissen?
Die drei Projekthäuser öffnen sich merklich für diejenigen, die zu ihnen kommen. Das geschieht unter anderem durch die Schulung der Mitarbeiten­den. Zweimal jährlich werden in Zusammenarbeit mit Sub, LeTRa und rosaAlter Fort­bildungen zu den Geschichten, Identitäten, Ängsten und Bedürfnissen von Lesben, Schwulen sowie trans* und inter* Senior_innen angeboten, die bei den Mitarbeitenden auf großes Interesse stoßen. Ab nächstem Jahr folgen Schulun­gen für Auszubildende. Es ist schon viel gemacht worden, braucht aber Zeit. In der Szene ist noch nicht genug angekom­men, dass die MÜNCHEN­STIFT sich auf ihre Bedürfnisse einstellt.
Foto: Peter Priller

Information

Weitere Infos bietet das Video „Öffnung der Altenpflege für LGBT*" auf dem Youtube-Kanal der MÜNCHENSTIFT
ET: Dezember 2018