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Menschen

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Zehn Jahre Männerstammtisch

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Als Manfred Lass in Rente ging, wollte er weiter aktiv bleiben. Anfangs besuchte er einige BewohnerInnen im Haus Heilig Geist, wurde Schulweghelfer und begleitete nach einer Fort­bildung Kinder und ihre Fa­milienangehörigen in einem Kinderhospiz. Nach seinem Umzug nach Untermenzing stieg er dann im Besuchsdienst des Hans-Sieber-Hauses ein, bis er vor zehn Jahren die Orga­nisation eines Männerstammtisches übernahm.
Aus drei bis vier Teilnehmern sind im Verlauf der Jahre über zehn geworden, die regelmäßig kommen, um zu diskutieren, gemeinsam zu lachen und ab und zu einen Ausflug zu planen. Sein Erfolgsgeheimnis: „Es muss mindestens einmal herzlich gelacht werden", so der 70-Jäh­rige. „Natürlich stehen Sport und Politik ganz oben. Ich schaue immer, was in den letz­ten 14 Tagen in der Welt passiert ist und frage nach den Freuden und Nöten." Fußball und vor allem der FC Bayern interessiert fast alle. So auch Herbert Pfaffinger, der eine Zeitlang im Vorstand der Stif­tung des Nationalspielers Jens Jeremies war und seit fünf Jahren am Männerstammtisch teilnimmt. „Ich komme jedes Mal ganz pünktlich, um nichts zu verpassen. Wir retten immer die Welt, nur keiner merkt es", erzählt der 68-Jährige schmunzelnd. Auch Klaus Weidemeier ist seit drei Jahren regelmäßig dabei: „Mich interessiert die Politik. Es geht aber vor allem um die Mischung an Inte­ressen", erzählt der 85-Jährige. „Ich komme sehr gerne, denn es ist eine sehr schöne Abwechslung."
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Zu den Geburts­tagen lädt das Hans-Sieber­-Haus zu Leberkäs oder Kaffee und Kuchen ein, und es wird gefeiert. Zur Jubiläumsfeier des Stammtischs im Februar lud Manfred Lass die „Seelen­clowns" ein. Die Stimmung war so ausgelassen, dass einer von ihnen auf Anregung der Stamm­tischler auf dem Tisch tanzte. Manfred Lass plant mit seinen Jungs für die warme Jahreszeit einen Biergartenbesuch. Es gibt schon mehrere Ideen, Haupt­sache er ist für die Rollstuhlfahrer und Rollatorbenutzer unter ihnen gut zugänglich.