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Panorama

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Gut versorgt im Alter

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Um MünchnerInnen mit Migrationshintergrund gut versorgen zu können, nimmt die MÜNCHENSTIFT an einem Modellprojekt der Landeshauptstadt München teil. Derzeit leben 10 SeniorInnen muslimischen Hintergrunds im Hans-Sieber-Haus. Ender Beyhan-Bilgin, Mitglied des Migrationsbeirats der Landeshauptstadt München, zur Situation älterer Muslime in München.
Wie geht es älteren Muslimen in München?
Anders als bei EU-Bürgern ist keine Zuwanderung im Alter möglich, um von den hier lebenden Kindern versorgt zu werden. Ältere Menschen muslimischer Kulturen sind vor allem als GastarbeiterInnen hergekommen. Sie sind jetzt in Rente, können aber nicht zurück in ihr Heimatland, weil sie dort vereinsamen würden. In muslimischen Kulturen ist es üblich, dass die Folgen des Älterwerdens so lange wie möglich von der Familie aufgefangen wird. Das geht nicht immer weil auch die Großfamilien immer kleiner werden. 

Entspricht der Wohnbereich im Hans-Sieber-Haus ihren Bedürfnissen? 

Für praktizierende Muslime sind Halalkost und ein Gebetsraum wie im Hans-Sieber-Haus wichtig. Und wenn z.B. beim Sterben ein Imam benötigt wird, wird er schnell benachrichtigt. Herr Hilleprandt, der Leiter des Hauses, ist sehr engagiert und pflegt einen guten Kontakt zur muslimischen Gemeinde in Allach. Doch auch nicht praktizierende Muslime essen kein Schweinefleisch und wünschen sich im Alter Geborgenheit und kulturelles Verständnis. Und sie wünschen sich, in ihrer Muttersprache austauschen zu können. Daher ist es sehr hilfreich, dass in dem Wohnbereich auch Mitarbeitende aus muslimischen Ländern den BewohnerInnen helfen.

Information

Weitere Infos bietet das Video „Interkulturelle Öffnung. Ansatz und Ausblick" auf dem Youtube-Kanal der MÜNCHENSTIFT .
Foto: Ender Beyhan-Bilgin