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Panorama

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Die Vielfalt ist angekommen!

Anfang 2019 wurde das Projekt der Interkulturellen Öffnung (IKÖ) der Landeshauptstadt München nach fünf Jahren offiziell beendet. Es geht aber weiter. Fragen an Jagoda Rosul-Gajic, Leitung Stabsstelle Vielfalt bei der MÜNCHENSTIFT.
Vielfalt
Was ist Ihre Bilanz nach fünf Jahren?
Die interkulturelle Öffnung ist Bestandteil aller einschlägigen Unternehmensprozesse sowie des Unternehmensleitbildes und des Pflege- und Betreuungskonzepts der MÜNCHENSTIFT. Das erkennt man schon daran, dass sich an den letzten interkulturellen Herbstwochen nicht nur die vier Projekthäuser sondern acht der insgesamt neun Häuser beteiligt haben. Auch bei der Belegung lässt sich der Erfolg ablesen: Hatten 2014 im Haus Heilig Geist nur vier Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner einen Migrationshintergrund, waren es 2018 schon 16 bis 17 Prozent, das entspricht dem Anteil der über 80-Jährigen im Stadtteil. Auch im Hans-Sieber-Haus leben jetzt 10 bis 17 Bewohnerinnen und Bewohner muslimischen Hintergrunds, hier gibt es sogar eine Warteliste. Deutsche Bewohnerinnen und Bewohner waren anfangs teilweise skeptisch, verstehen die zusätzlichen Angebote aber inzwischen als Bereicherung und sehen die Vorteile der damit verbundenen Öffnung ins Quartier.

Wie geht es 2019 weiter?
Die Aktivitäten werden auf die ganze MÜNCHENSTIFT ausgeweitet. Alle Häuser, die noch keine Projekterfahrung haben, erhalten Unterstützung von der Stabsstelle, die jetzt mit 1,3 Stellen anstelle von bisher 2,8 Stellen weiterarbeitet. Sie begleitet weiter die Kontakte und Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern. Auch die vielfältigen Kulturveranstaltungen, die bei allen sehr beliebt sind, gehen weiter.
Kuba Vernissage
Ausstellungen wie „WertArbeit", „Einblicke Ausblicke" oder „Kubanische Momente" sowie interkulturelle Herbstwochen brachten viel Leben in die MÜNCHENSTIFT-Häuser. Die Bewohnerinnen und Bewohner beteiligten sich an vielen Angeboten und Veranstaltungen und Menschen aus den Communitys und der Nachbarschaft waren zu Gast in den Häusern. Auch das interkulturelle Kochbuch „Yes, we cook!", das mit einem großen Buffet präsentiert wurde, stieß auf reges Interesse.