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MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Grünes Herz des Quartiers: 30 Jahre Haus St. Martin

30 Jahre St Martin
Im Sommer feierte das Haus St. Martin sein 30-jähriges Jubiläum. Seine Geschichte geht bis in das 19. Jahrhundert in Zeiten von Bevölkerungswachstum und Not zurück.
Der Einzug in den Neubau im Jahr 1988 brachte die größte Zäsur: Die BewohnerInnen zogen vom Altbau in ein modernes Pflegehaus mit dem ersten beschützenden Bereich in München und individuellen Sanitärbereichen in ihren Zimmern. „Der Bayerische Rundfunk berichtete live aus der Cafeteria, das war für ein Altenheim etwas ganz Neues. Es erweckte solches Interesse, dass sogar japanische Delegationen zur Besichtigung kamen", erinnert sich Barbara Mooser, von Anfang bis 2005 Hausleiterin.

Noch heute bietet das Haus St. Martin Innovationen in der Pflege: Im Rahmen des Projekts „Qualitätsoffensive stationäre Altenpflege" der Landeshauptstadt München startete 2017 in zwei Wohnbereichen das pflegerische Organisationssystem „Primary Nursing". Durch geringere Gruppengrößen und persönlichere Betreuung ist das Miteinander familiärer und die pflegerische Versorgung engmaschiger. Aufgrund des großen Erfolges wird diese Bezugspflege bald im ganzen Haus eingeführt.

Eine Vielzahl von Hausaktivitäten unterstützen die Pflege und fördern die Mobilität, Gesundheit und das Wohlbefinden der BewohnerInnen. Neben den Angeboten der BetreuungsassistentInnen in den Wohnbereichen sowie Aktivitäten der hausinternen Tagesbetreuung in Haus und Garten entstanden über die Jahre Malgruppen sowie Ausstellungen von BewohnerInnen und externen KünstlerInnen. Seit 2014 setzt das Projekt der „Öffnung der Pflege für ältere Lesben, Schwule und Transgender (LGBT)" weitere Impulse. Im großen Garten finden viele dieser Aktivitäten sowie Feste statt.
Über 70 Ehrenamtliche unterstützen die Fachkräfte, zwei ihrer Initiativen waren unter den Gewinnern des Ehrenamtspreises der Versicherungskammer-Stiftung 2017. Auch Kindergärten und Schulen aus der Nachbarschaft und die Münchner Volkshochschule beteiligen sich am Hausprogramm. Viele Berufstätige und NachbarInnen besuchen die Cafeteria mit täglichem Mittagstisch und den großen Hausgarten – dem grünen Herzen des Quartiers.