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Panorama

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Tiere zum Liebhaben

Monika Posmik erfreut mit ihren Meerschweinchen, Scha­fen, Ziegen und Alpakas Bewoh­nerInnen und Mitarbeitende der MÜNCHENSTIFT. Sie erzählt, was ihr dabei besonrders am Herzen liegt.
 
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Wie kamen Sie auf die Idee, mit Tieren und Menschen zu arbeiten?
Ich bin gelernte Erzieherin. Und ich hatte immer schon Tiere. Als meine drei Kinder größer wur­den, bestärkte mich mein Mann, in meinen Beruf zurückzukehren. Zunächst hatte ich die Idee, Kindern die Natur nahezubrin­gen und suchte nach einem ent­sprechenden Ausbildungsange­bot. Dabei stieß ich auf das „Institut für soziales Lernen mit Tieren" in Hannover und war sofort begeistert. Während der Ausbildung zur Fachkraft für tiergestützte Intervention erkannte ich die vielfältigen Einsatz­möglichkeiten. Heute arbeite ich mit Kindern und Erwachsenen.
Wie ging es nach der Ausbildung weiter?
Die Idee für eine Erlebnisfarm in Garching-Hochbrück verdanke ich dem Ausbildungsinstitut. Mein Mann baute sie mit auf, zusammen mit der Familie und Freunden. Vor sechs Jahren fan­den wir ein Gelände, rodeten es und schafften nach und nach die Tiere an. Heute sind es fünf Kaninchen, fünfzehn Meer­schweine, fünfzehn Hühner, drei Alpakas, eine Ziege und vier Schafe. Die Vielfalt hilft, unterschiedliche Menschen anzuspre­chen und ich kann mit Gruppen arbeiten. Es kommen viele Schulklassen zu uns, aber auch SeniorInnen aus den MÜNCHENSTIFT-Häusern. Doch hauptsächlich bin ich mit den Tieren vor Ort, in Kindergärten, Kinderkrankenhäusern oder Senioreneinrichtungen.
Wie verläuft so ein Treffen von Menschen und Tieren?
Wir sitzen im Kreis, die Tiere in der Mitte. Nach der Begrüßung singen wir zusammen ein Lied. Dann begegnen sich Tier und Mensch: Es darf gestreichelt und gefüttert werden und dabei entstehen Gespräche. Die ver­trauten Haus- und Hoftiere, vor allem die Hühner, wecken bei vielen Erinnerungen aus der Kindheit. Besonders beliebt ist Gockel Andi. Er liebt es gekrault zu werden und schläft dabei manchmal auf dem Schoß ein. Und wenn wir singen, kräht er dazu!
Was ist Ihnen bei der Arbeit besonders wichtig?
Menschen, die selber Versorgung brauchen, können die Erfahrung machen, ein anderes Lebewesen liebevoll zu umsorgen. Über die Tiere erreicht man außer­dem auch sonst schwer zugängli­che Menschen. Das Streicheln, die Körperwärme und die Zuneigung der Tiere wirken ent­spannend und stimmungsauf­hellend. Während der regelmäßi­gen Besuche in den Häusern der MÜNCHENSTIFT haben die BewohnerInnen Beziehungen zu einzelnen Tieren aufgebaut. Die schönsten Momente für mich sind, wenn ihre Augen beginnen beseelt zu strahlen!
Foto: Barbara Donaubauer