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Wohnen & Pflege

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Gut versorgt im Alter

Gut versorgt Ziller Teaser
Um MünchnerInnen mit Migrationshintergrund gut versorgen zu können, nimmt die MÜNCHENSTIFT an einem Modellprojekt der Landeshauptstadt München zur interkulturellen Öffnung der Altenpflege teil. Im Haus Heilig Geist hat sich innerhalb von vier Jahren ihr Anteil von 5 auf 17 Prozent erhöht. Haus­leiter Thomas Ziller über den Weg dahin:

Wie haben Sie das geschafft?
Wir haben unser Angebot im Haus erweitert, sowohl was das Essen betrifft, als auch die kultu­rellen Angebote. Wir bieten Zei­tungen und Fernsehkanäle aus den Herkunftsländern unserer BewohnerInnen an und über­reichen ihnen zum Geburtstag Glückwunschkarten in der jewei­ligen Muttersprache. Wir haben unseren Dolmetscherdienst im Haus systematisiert und unsere Mitarbeitenden geschult. Mehr als die Hälfte hat ja selbst einen Migrationshintergrund, was sehr hilfreich ist. Außerdem haben wir den Kontakt zu Vereinen und Organisationen gesucht und auf Anregungen gehört. Bei uns hän­gen nicht nur Bilder mit Mün­chen-Motiven an der Wand, son­dern auch Bilder mit mediterra­nem Flair. Für die einen sind das Erinnerungen an die Heimat, für andere an frühere Urlaubsreisen.

Wie war das möglich?
Ganz wichtig war uns, dass wir mit dieser Öffnung niemandem etwas wegnehmen, sondern das Angebot nur erweitern. Wir zwingen ja niemanden, etwas zu essen, was ihm fremd ist, sondern bieten es neben der gewohnten Kost an. Diese Entwicklung verlief ganz unauf­geregt. Dadurch akzeptieren alle BewohnerInnen diese Veränderungen. Beim Sommerfest tritt neben der bayrischen Blas­kapelle eben auch mal eine afri­kanische Trommlergruppe auf.