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Wohnen & Pflege

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Woher kommen unsere Lebensmittel?

Gemüse

Die Lebensmittel bei der MÜNCHENSTIFT stehen für Qualität und Nachhaltigkeit. In der Serie „Woher kommen unsere Lebensmittel?“ geht es dieses Mal um die Herkunft und Qualität des Gemüses.
Seit fünf Jahren beziehen die Küchen der MÜNCHENSTIFT ihr Gemüse von der Regenbogen Arbeit gGmbH in Pliening. Die rund 3.600 Kilo Weißkrautwürfel, 1.450 Kilo geviertelte Champignons oder 6.300 Kilo gemischte Salatblätter, die die MÜNCHENSTIFT-Köche in den Häusern im Jahr verarbeiten, wurden in ausgeklügelten Arbeitsschritten von den 40 Mitarbeitenden der Inklusionsfirma hergerichtet.
Gemüse 2
Die Regenbogen Arbeit gGmbH wurde 1989 als Gemüseanbaubetrieb gegründet. „Frischkost“, einer ihrer Betriebe, widmet sich der Verarbeitung von regionalem Gemüse für Unternehmen und andere große Abnehmer. „Wir legen großen Wert auf den schonenden Umgang mit den Rohstoffen“, erzählt Geschäftsführerin Elke Seyband. Wesentlich ist die gute Kombination von Maschinen- und Handarbeit. So werden Kartoffeln nach dem vorsichtigen maschinellen Schälen per Hand nachgeschält und in kleine Stücke geschnitten, wie anderes Gemüse in sämtlichen Varianten: ganz oder in Scheiben, Würfeln, Stiften und Spalten. Viel Erfahrung kam über die Jahre zusammen: „Unsere Stärke liegt darin, dass wir viel anbieten können“, so Elke Seyband, einige Gemüsesorten, wie etwa Kürbisse, werden sogar ganz von Hand bearbeitet. „Wir sind der einzige Betrieb, der Bio- und konventionelle Ware verarbeitet und dabei genauestens getrennt hält.“
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Das Inklusionsunternehmen beschäftigt Menschen mit psychischer Behinderung sowie langzeitarbeitslose Menschen. Je nach ihren Möglichkeiten arbeiten sie in verschiedenen Einsatz- und Schwierigkeitsstufen. Die Betriebsleitung ist sowohl fachlich als auch pädagogisch qualifiziert, sodass sie die Mitarbeitenden gezielt einsetzen und sie individuell unterstützen können. „Immer arbeiten behinderte und nichtbehinderte Menschen gegenüber und unterstützen sich dabei gegenseitig“, beschreibt Elke Seyband das Vorgehen. „Durch tarifliche Entlohnung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze tragen wir zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im gesellschaftlichen Leben bei. Unser Ziel ist nicht Gewinn-, sondern Arbeitsplatzmaximierung, daher ist es uns wichtig, wirtschaftlich zu arbeiten.“
Auch das Thema Ressourcenschonung hat für das Unternehmen eine große Bedeutung: Wenn um 5.30 Uhr morgens die Lieferungen starten, damit das Gemüse ab 7 Uhr in den MÜNCHENSTIFT-Küchen verarbeitet werden kann, wird auf effiziente Touren geachtet. Die Gemüselieferanten kommen zudem aus der Region, so können alle Transportwege kurzgehalten werden.
Fotos: Regenbogen Arbeit
ET: Juni 2020