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Menschen

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Lesbisches Engagement

Der LesbenSalon beteiligt sich an einer ganzen Reihe von Aktivitäten in den MÜNCHENSTIFT-Häusern, die jedoch in den letzten Monaten coronabedingt ruhen mussten. 
LesbenSalon
Gegründet wurde der LesbenSalon 2011 nach einer von rosaAlter veranstalteten Podiumsdiskussion zur Situation von älteren Lesben. Die Gruppe ist inzwischen auf 20 aktive Teilnehmerinnen gewachsen, die älteste von ihnen 90, die jüngste 54 Jahre alt. Neben den monatlichen Treffen organisieren sie gemeinsame Theater- und Filmabende und von den Teilnehmerinnen gestaltete Gruppen, z. B. die Literaturgruppe oder den feministischen DiskutierSalon. Hinzu kommt die Beteiligung an öffentlichen, politischen Aktionen und Fachtagungen, wie etwa „La Vie en Rose“ 2017, „Münchner Frauenkonferenz“ 2018 oder „100 Jahre Wahlrecht für Frauen“ 2019.
Auch wenn es heute eine große und bunte Vielfalt LGBTIQ*-Lebens gibt, ist lesbisch gelebter Alltag, lesbische Kultur und die Lebensleistung lesbischer Frauen nach wie vor nicht in der öffentlichen Wahrnehmung präsent, so die Frauen des LesbenSalons: „Unsere lesbische Lebensgeschichte ist uns wichtig, die bei den meisten durch die Frauen- und Lesbenbewegung beeinflusst wurde. Sie schärfte unser Bewusstsein und unseren Wunsch nach einem Altern in Würde mit unserer Kultur und Lebensweise.“ Außer in dem selber geschaffenen Umfeld gibt es aber für ältere Lesben kaum öffentliche Räume und Angebote. „Viele ältere Frauen leben heute noch versteckt, aus Angst vor Diskriminierung und Ausgrenzung.“
Seit 2015 beteiligt sich der LesbenSalon aktiv bei dem Projekt der Landeshauptstadt München zur Öffnung der vollstationären Altenpflege für LGBT*-Communities. Seitdem gestalten die Frauen Erzählcafés und Lesungen in den MÜNCHENSTIFT-Häusern. Auch beim Tanztee und bei LGBT*-Filmprojekten der MÜNCHENSTIFT ist die Gruppe aktiv dabei.
ET: September 2020
Foto: Kornelija Rade