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Menschen

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Gewalt in der Pflege verhindern

Gewalt in der Pflege
Gewalt in der stationären Langzeitpflege ist vielfältig, manchmal ist sie nicht direkt erkennbar und kann auch ganz unbeabsichtigt entstehen. Neben der rechtlichen Seite geht es auch darum, was jeder Einzelne von uns als Gewalt empfindet. Dies hängt von gesellschaftlichen Normen, kulturellen und sozialen Einflüssen sowie unseren persönlichen Werten ab. Zahlreiche Befragungen und Studien zeigen, dass Gewalterfahrungen bei Pflegebedürftigen, aber auch bei Pflegenden, ganz offensichtlich zum Pflegealltag dazu gehören und zu hoher psychischer Belastung führen.
In der 77. Münchner Pflegekonferenz wurde die Bedeutung einer würdevollen – und gewaltfreien – Pflege eigens unterstrichen: „Die Träger der Langzeitpflege in München nehmen eine klare Haltung gegenüber Gewalt und Gewaltprävention ein, kommunizieren und vertreten diese beispielsweise in Werten, Leitbild, Verhaltenskodex und Positionspapieren." In der Folge wurde ein Leitfaden erarbeitet, der demnächst vom Sozialreferat veröffentlicht wird. Pflege und Betreuung bei der MÜNCHENSTIFT ist eine respektvolle Begegnung zwischen Menschen. Wir haben wirksame Strukturen zur Gewaltprävention zum Wohle aller Beteiligten geschaffen und verfolgen eine konsequente „Null-Toleranz-Grenze" bei Gewalt. Dies ist im Pflege- und Betreuungskonzept konkret beschrieben. Wir arbeiten auch präventiv, z. B. bieten wir Mitarbeitenden Schulungen und Beratung an. Es wurden Schritte definiert, die gewährleisten, dass Verstöße zeitnah gemeldet werden. Wir arbeiten konsequent am betrieblichen Deeskalationsmanagement.
ET: März 2020