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Menschen

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Unser Team: Alica Hörter

2.000 Mitarbeitende sind in den 13 MÜNCHENSTIFT-Häusern tätig. Mit ihrem Wissen und ihrer Zuwendung sorgen sie dafür, dass es den Bewohner*innen gut geht. Zum Beispiel Alica Hörter (Ehrenamtskoordinatorin, Haus St. Martin):
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Seit wann sind Sie bei der MÜNCHENSTIFT? Wie ging es los und was tun Sie?
Ich arbeite seit zwei Jahren im Haus St. Martin. Nach einer kaufmännischen Lehre und eines Pädagogikstudiums habe ich zunächst beim Jugendamt gearbeitet. Durch die Erfahrung mit meinen Großeltern und einer meiner Dozentinnen, die sich auf die kognitive Forschung im Seniorenalter spezialisiert hat, wuchs jedoch mein Wunsch, mit Senior*innen zu arbeiten. Ich mag alte Menschen sehr und finde es spannend, ihre Sicht auf die Dinge zu erfahren und von ihren Lebensgeschichten zu lernen. So habe ich mich auf die Stelle der Ehrenamtskoordinatorin beworben.
Wie kümmern Sie sich um die Ehrenamtlichen?
Ehrenamt bedeutet für mich Wertschätzung. Die Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit unentgeltlich für das Wohl anderer Menschen. Doch nicht jeder Ehrenamtliche bringt Erfahrungen mit pflegebedürftigen und dementen Menschen mit. Deswegen versuche ich, durch einen engen Austausch dafür zu sorgen, dass sich die Ehrenamtlichen gut unterstützt fühlen und ich ihnen bei Unsicherheiten mit Rat und Tat zur Seite stehe.
Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit besonders wichtig?
Mein großes Anliegen ist es, passende Ehrenamt-Bewohner-Teams zusammen zu führen. So wie alle Bewohner*innen eigene Bedürfnisse und Wünsche haben, bringen die Ehrenamtlichen ihre eigenen Geschichten mit. Deswegen nehme ich mir viel Zeit für das Kennenlerngespräch. Und wenn mir ein Wohnbereich jemanden meldet, der sich über einen regelmäßigen Besuch freuen würde, unterhalte ich mich zuvor mit ihnen, um ihre Persönlichkeiten, Wünsche und Einschränkungen kennenzulernen. Denn im besten Fall entsteht zwischen den Ehrenamtlichen und Bewohner*innen eine langjährige Bindung, durch die beide Seiten profitieren.
Wie werden Sie unterstützt?
Die größte Unterstützung gibt mir das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Ich kann sehr eigenständig handeln, selbst Schwerpunkte setzen und eigene Projekte durchführen. So begleitet mich mein Assistenzhund vom ersten Tag an. Da er den Bewohner*innen so eine Freude macht, habe ich gezielt nach Ehrenamtlichen mit Hund gesucht, die jetzt Bewohner*innen besuchen, die selber einmal Hunde hatten. Ich habe tolle Kolleg*innen und eine tolle Hausleitung, die mir einen großen Handlungsspielraum ermöglichen, mich bei Fragen immer unterstützen und einspringen, wenn es gerade wo brennt.
ET: März 2021