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Menschen

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Kultur als tragende Säule

Ausstellungen, Lesungen und Konzerte sorgen in den MÜNCHENSTIFT-Häusern für einen regen Austausch. Während der Pandemie ist das umso wichtiger. Michael Härteis (Leitung Stabsstelle Vielfalt) erzählt, wie das möglich ist.
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Wie verlief das Veranstaltungsjahr bei der MÜNCHENSTIFT?
Während der ersten Coronawelle waren die Häuser komplett geschlossen und die geplanten Ausstellungen und Darbietungen mussten gestrichen werden. Die Balkantage fielen ganz aus, auch Tanztees und Lesungen mussten abgesagt werden. Dennoch haben wir unseren Bewohner*innen fast genauso viele Kulturveranstaltungen bieten können wie im Jahr zuvor.
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Wie war das möglich?
Mit neuen Hygieneregeln und in guter Zusammenarbeit mit den Hauswirtschaftsleitungen konnten die Herbstwochen mit rund 25 Veranstaltungen stattfinden und auch einige Ausstellungen wanderten in den Häusern. Hinzu kommt, dass Spenden- und Stiftungsgelder kreativ für neue Vermittlungsformen und Akteur*innen verwendet wurden. Dazu gehören an die 200 Veranstaltungen in den Außenbereichen, die unsere Bewohner*innen von ihren Balkonen und Fenstern genießen konnten. Aufgetreten sind Musiker*innen verschiedenster Richtungen und Stile sowie Schausteller*innen, allein die Münchner Philharmoniker gaben 23 Konzerte. In der Vorweihnachtszeit starteten unter erneut verschärften Coronabedingungen schließlich digitale kunsthistorische Bildbesprechungen.
Wie kam das Kulturangebot an?
Die digitalen Bildbesprechungen gefielen so gut, dass wir das Format weiterfortführen wollen. Auf alle Veranstaltungen kamen sehr viele positive Rückmeldungen, so wurden z. B. bei den Konzerten viele schöne Erinnerungen geweckt. Mich selbst berührte v. a. das erste Konzert der Herbstwochen, da ich nach dem langen Lockdown endlich wieder die Bewohner*innen sah und mitbekam, wie sie sich freuten, schunkelten oder mitwippten.
Fotos: Jürgen Schulze, Michaela Auer
ET: März 2021