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Wohnen & Pflege

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Auf dem Weg zur Klimaneutralität

Klimaneutral
Nachhaltigkeit wird bei der MÜNCHENSTIFT schon lange bei der Lebensmittelversorgung gelebt, indem möglichst viele Lebensmittel in Bio-Qualität, regional und zur Reduzierung von Verpackungen in Großgebinden eingekauft werden. Mit dem 2019 gestarteten Artenschutzkonzept kam ein Baustein in Richtung Artenvielfalt dazu, und auch der zentrale Einkauf legt z. B. beim Büromaterial zusehends Wert auf nachhaltige Produkte.

Mit dem Stadtratsbeschluss „Klimaneutrale Stadtverwaltung München 2030 bzw. klimaneutrale Stadt 2050“ verpflichtete sich nun die MÜNCHENSTIFT, weitere Maßnahmen zur Reduzierung ihres CO2-Ausstoßes zu ergreifen. Doch eine Senioreneinrichtung hat nur begrenzte Möglichkeiten Energie zu sparen, denn Bewohnerinnen und Bewohnern soll Komfort geboten werden, und eine energetische Sanierung kann nicht ohne Finanzierung durch die Stadt realisiert werden. Die Umweltbeauftragte der MÜNCHENSTIFT Alexandra Boneff achtet daher auf viele einzelne Maßnahmen:
„Mit einer verbesserten Mülltrennung erhöhen wir die Recyclingquote, angepasste Abholzyklen erübrigen unnötige Fahrten. Vor allem hilft die Sensibilisierung unserer Mitarbeitenden – richtiges Lüften, konsequentes Ausschalten von Licht in unbenutzten oder hellen Räumen, Müllvermeidung und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und Fahrrades.“

Doch damit lässt sich keine Klimaneutralität erzielen. Daher lässt Geschäftsführer Siegfried Benker eine CO2-Bilanz des gesamten Unternehmens erstellen und plant einen mehrjährigen Maßnahmenkatalog, wie mehr CO2 eingespart bzw. kompensiert und ein Umweltmanagementsystem eingeführt werden kann. „Nachhaltig zu leben, bedeutet nicht nur vor Ort zu handeln, sondern wirtschaftlichen Fortschritt in Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und den ökologischen Grenzen der Erde zu bringen. Bei allen Entscheidungen sollten wir uns Gedanken machen, welche Wechselwirkungen sie haben könnten“, so Siegfried Benker.

Ein Pilotprojekt ist mit der EMAS-Zertifizierung (Environmental Management and Audit Scheme) im Alfons-Hoffmann-Haus gestartet. Dieses Umweltmanagement-System hilft, systematisch Energie und Ressourcen einzusparen, und bietet einen soliden Grundstein für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. So wird in dem Projekthaus der Abfall auch in der Verwaltung konsequenter getrennt, unnötige Entsorgungsfahrten durch angepasste Abholzyklen und der Energiebedarf mithilfe eines durchdachten Beleuchtungsmanagements reduziert. Wenn sich EMAS hier bewährt, soll nach und nach die gesamte MÜNCHENSTIFT zertifiziert werden.
ET: September 2020
Foto: MÜNCHENSTIFT