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Wohnen & Pflege

MÜNCHENSTIFT Onlinemagazin

Plötzlich Pflegefall

Rubrik „Gut zu wissen" 
Folge 9: Plötzlich Pflegefall – Was ist zu tun?
Frau Pfaff
Eine Pflegebedürftigkeit kann unerwartet und plötzlich eintreten. Die Angehörigen können sich nicht vorbereiten und sind mit der Situation überfordert. Vieles ist zu erledigen und das Thema Pflege ist den meisten nicht geläufig. In dieser schwierigen Situation können sie sich an die Fachstelle für pflegende Angehörige wenden, um sich auszusprechen und Informationen zu erhalten und anstehenden Entscheidungen treffen zu können.
Die Fachstelle für pflegende Angehörige unterstützt z. B. bei folgenden Themen:
  • Klärung der Situation
  • Umgang mit der Situation als pflegendeAngehörige
  • Information und Beratung zu Leistungen der Pflegeversicherung
  • Finanzierung der Pflege, Vermittlung von Kurzzeit- und Verhinderungspflege
  • Pflegegerechte Wohnraumanpassung
  • Vermittlung von ausgebildeten Demenzhelfern 
  • Vermittlung von Tagespflegen und Selbsthilfegruppen
  • Beratung zu verschiedenen Wohnmöglichkeiten im Alter
  • Vorsorgevollmacht
  • Verschiedene Krankheitsbilder und entsprechender Umgang
Neben der telefonischen Sprechstunde können auch telefonisch Einzelberatungen und Hausbesuche vereinbart werden.

Fachstelle für pflegende Angehörige

Mehr Informationen und Beratung zu Betreuungsleistungen und Antragstellung: Tel. (089) 62020-317 oder -308

Ein typischer Beratungsfall

Eines Tages wurde Herr K. überraschenderweise aus dem Krankenhaus angerufen, seine 87-jährige Mutter sei am Wochenende mit einem Oberschenkelhalsbruch eingewiesen worden. Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt stellte sich heraus, dass seine Mutter starke Gedächtnislücken aufwies und nicht mehr selbständig aß und trank. Der Arzt riet ihm, sich über die weitere Versorgung Gedanken zu machen und einen Antrag bei der Pflegeversicherung zu stellen.
Herr K. hatte bis zu diesem Zeitpunkt regelmäßig Kontakt zu seiner Mutter. Bei seinen Besuchen hatte er keine Defizite festgestellt und war dahermit der neuen Situation völlig überfordert.
Er wendete sich an den Sozialdienst der Klinik und wurde an die Fachstelle für pflegende Angehörige vermittelt. Hier erhielt er eine ausführliche Beratung zum weiteren Vorgehen und zum Umgang mit der Situation. Nach einer erfolgreichen Reha konnte seine Mutter in eine Einrichtung der MÜNCHENSTIFT umziehen und wird seither rund um die Uhr versorgt und betreut.
ET: September 2020