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Pressedienst

München, 7. Mai 2020

Pressemitteilung

MÜNCHENSTIFT sagt Dankeschön!

Solidarität in der Corona-Krise

Dringend benötigtes Material, großzügige Spenden, kleine und große Aufmerksamkeiten und ganz viel Zuspruch: in den Häusern der MÜNCHENSTIFT freuten sich Bewohner*innen wie Mitarbeitende über konkrete Hilfe, Sympathie und vielfältige Unterstützung.

Selten ist die Altenpflege so ins Zentrum des gesellschaftlichen Interesses gerückt wie zu Zeiten der Corona/Covid19-Pandemie. “Diese Fülle und Vielfalt an Anerkennung, Unter­stützung und Solidarität haben wir noch nicht erlebt. Das hat uns wirklich überwältigt”, freut sich Siegfried Benker, Geschäftsführer der MÜNCHENSTIFT. Was damit gemeint ist, wird schnell klar, wenn man die Liste der Zuwendungen liest, die die Bewohner*innen und Mitarbeitenden der Häuser erfahren haben.
Engpass Schutzmasken

Wie alle Kranken- und Pflegeeinrichtungen suchte auch die MÜNCHENSTIFT wochen­lang weltweit nach der benötigten Schutzkleidung. Insbesondere die bei einem Aus­bruch der Epi­de­mie benötigten FFP-Schutzmasken waren kaum zu bekommen und der Preis für sie stieg innerhalb von Tagen auf ein Vielfaches. Da kam die Spende von 6.000 FFP-2-Masken der Katek SE Group gerade recht. “Wir haben bisher nur in einem Haus mehrere Corona-Infizierte gehabt, so dass unser Bedarf bislang gedeckt werden konnte, aber im Ernstfall sind die Bestände schnell verbraucht. Da sind wir natürlich über derartige Spenden sehr dankbar”, bestätigt der MÜNCHENSTIFT-Geschäftsführer.

Doch auch die vielen gespendeten OP-Masken sowie die selbst genähten Mund-Nasen-Stoffmasken („Community-Masken“), die die MÜNCHENSTIFT-Häuser z.B. von der Allacher Moschee oder vom Nachbarschaftstreff Westerhammerstraße bekamen, zeugen von der großen Hilfsbereitschaft in der Stadt. Die Community-Masken wurden an Bewohner*innen oder für die private Nutzung an Mitarbeitende weitergegeben.
Überwindung der Isolation

Die Generation, die in den MÜNCHENSTIFT-Häusern lebt, ist noch nicht mit moderner Technik wie Laptop, Smartphone oder Tablet aufgewachsen. Mit zunehmender Dauer der physischen Kontaktsperre jedoch gewöhnten sich viele Bewohner*innen daran, mit ihren Angehörigen und Freunden mittels Tablet Kontakt zu halten. Zunächst schaffte die MÜNCHENSTIFT ein Tablet für jeden Wohnbereich an. Um möglichst vielen Menschen diese Möglichkeit zu bieten, sollte die Zahl jedoch weiter erhöht werden. Durch zwei Spenden für Tablets in Höhe von 5.000 € bzw. 3.000 € von Privatspendern konnte die Versorgung auch hier deutlich verbessert werden.
 
Große Freude bereiteten den älteren Menschen auch die vielen bunten Postkarten, Briefe und Grußkarten und selbstgemalte Bilder. Über 1.000 solcher Sendungen kamen durch einen Aufruf über Radio Gong zusammen, 200 Grüße mit blinkenden Herzchen schickten Mitarbeitende des Einkaufszentrums PEP in Neuperlach. Viel Arbeit machten sich beispielsweise auch die Kinder des Tagesheims der Maria-Ward-Schulen in Nym­phen­burg und die Kinder der Torquato-Tasso-Kita. Viele Grüße kamen aber auch auf­grund privater Initiative. Groß war darüber hinaus das Engagement vieler ehren­amt­lich engagierter Menschen, die zum Teil durch Ehrenamtsorganisationen wie „Tatendrang“, „Gute Tat“ und „Freiwillige helfen“ vermittelt wurden.
Liebe geht (auch) durch den Magen

Dank einer Spende der Josef und Luise Kraft Stiftung in Höhe von 20.000 € konnten sich zu Ostern die Bewohner*innen über 3.000 selbstgestaltete und mit Schokolade gefüllter Ostereiernester freuen. Firmen wie die Paulaner Brauerei der Confiserie-Hersteller Elly Seidl lieferten in den Häusern ebenso Geschenke wie Nachbarn, die selbst gebackene Kuchen, Obstkörbe oder Schokoladenosterhasen an der Rezeption für die Mitarbeiten­den und die Bewohner*innen abgaben.
Große Hilfsbereitschaft von allen Seiten

Durch die Bereitschaft vieler Menschen, sich persönlich zu engagieren, waren weitere Erleichterungen im Leben der älteren Menschen möglich. Es konnten Einkaufshilfen über Nebenan.de sowie den Hospizverein Ramersdorf-Perlach organisiert werden. Viele Ehrenamtliche übernahmen Einkäufe, telefonierten mit den Senior*innen und schickten ihnen Grüße.

Schauspieler Heio von Stetten besuchte zusammen mit seiner Frau Elisabeth Romano mehrmals das Haus St. Maria in Ramersdorf, brachte Blumen und unterhielt sich vor dem Haus mit den älteren Menschen, die sich auf dem Balkon über den Besuch freuten.

Künstler und Schausteller gaben vor den Häusern und in den Gärten Vorstel­lungen und Kurzkonzerte, die die Bewohner*innen vom Fenster oder Balkon aus genießen konnten.
Die MÜNCHENSTIFT sagt Danke!

Auch wenn die Situation gerade in Senioreneinrichtungen schwierig und das Alltags­leben durch die notwendigen Schutzmaßnamen stark eingeschränkt ist, gibt es doch auch viel Positives zu erleben, bemerkt Geschäftsführer Siegfried Benker: „In seiner Ansprache am 11. April hat Bundespräsident Steinmeier die Corona-Pandemie als ‚eine Prüfung unserer Menschlichkeit‘ bezeichnet, die das Schlechteste und das Beste in den Menschen hervorrufe und meinte: ‚Zeigen wir einander doch das Beste in uns.‘ In den vergangenen Wochen haben sehr viele Menschen den Mitarbeitenden und den Bewohner*innen der MÜNCHENSTIFT-Häuser genau das gezeigt.“

Die MÜNCHENSTIFT GmbH

ist eine gemeinnützige Gesellschaft und hundertprozentige Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München. Mit rund 3.000 Bewohnerinnen und Bewohnern in 13 Häusern und einer breiten Palette an Wohn-, Service- und Pflegeangeboten ist sie der größte Dienstleister für Senioren in München. Das bedarfsorientierte Angebot reicht vom Ambulanten Dienst, dem Menü-Service und der Tagespflege über das Wohnen mit Pflegeleistungen bis hin zu gerontopsychiatrischen Wohngruppen und der Hospizversorgung. Aktuell beschäftigt sie etwa 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist bundesweit größter kommunaler Ausbilder in der Altenpflege.