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4 Fragen an Svetlana Lemke

15. Juni 2021

Als Svetlana Lemke als Hygienefachkraft im Juni 2020 bei der MÜNCHENSTIFT ihre Arbeit aufnahm, stand die zweite Corona-Welle bevor. Mit einem neuen Hygieneplan und ständigen Noteinsätzen vor Ort ging es von null auf hundert los. Dadurch konnte sie unsere neun Alten- und Pflegeheime in dieser schweren Zeit schnell und wirksam unterstützen. Seitdem hält die 47-Jährige alle Unternehmensbereiche mit aktuellen Hygiene-Dokumenten und Schulungen informiert und sorgt für die Verstetigung der Hygieneprozesse.

Wie ging es für Dich bei der MÜNCHENSTIFT los und was genau tust Du?

Ich habe im Juni 2020 bei der MÜNCHENSTIFT angefangen. Bei meiner vorherigen Arbeit in einem Klinikum hatte ich mir mehr Abwechslung, Herausforderung und auch Selbstständigkeit gewünscht. Als ich dann auf die Stellenanzeige der MÜNCHENSTIFT stieß, bewarb ich mich und bekam zu meiner großen Freude die Stelle.

Als ich in der Qualitätsabteilung anfing, lieferte der Hygieneplan von 2016 zwar eine Grundlage für meine Arbeit, er war aber etwas veraltet. Dieser musste auch angesichts der Pandemie übersichtlich strukturiert, auf Wesentliches reduziert und mit aktuellen Hygieneaspekten ausgebaut werden. Anfangs galt es, gleichzeitig die Hygienedokumente zu aktualisieren oder ganz neu zu entwickeln und alle Häuser kennenzulernen, denn viele Maßnahmen zur Orientierung der Mitarbeitenden und Besucher*innen waren nötig: Besuche wurden eingeschränkt, Quarantänen eingeführt oder Schutzkleidung und FFP2-Masken getragen.

Wie sorgst Du dafür, dass es den Bewohner*innen gut geht?

Indem ich mit meiner Arbeit erreiche, dass die Hygienevorschriften allen bekannt, nachvollziehbar und eingehalten werden. Dadurch können die wichtigsten Aufgaben der Hygiene, nämlich Infektionsschutz und Erhaltung der Gesundheit, gewährleistet und laufend verbessert werden.

Seit März bin ich daher jeden Monat in zwei Häusern auf Hausbegehungen. Ich prüfe unter hygienefachlichen Kriterien alle Bereiche, das geht bis zur Kontrolle von Waschmaschinen und Geschirrspülern. In einem Protokoll dokumentiere ich meine Empfehlungen für Verbesserungen und überprüfe später, ob das Besprochene auch umgesetzt wurde. 

Was ist Dir bei Deiner Arbeit besonders wichtig?

Ich versuche das Thema Hygiene so einfach wie möglich, transparent und nachvollziehbar zu vermitteln. Mein Ziel ist es, ein klar strukturiertes und solides Fundament mit Hygienewissen für das Personal zu schaffen, sodass sie so fit sind, auch in Notsituationen souverän und sicher handeln zu können. Die Schulungen der Hygienebeauftragten in den Einrichtungen sowie den Hauswirtschaftsleitungen übernehme ich daher selbst. 

Wie wirst Du unterstützt?

Ich wurde im Team der Abteilung Qualität sehr herzlich aufgenommen und fühlte mich sofort pudelwohl. Komisch, aber gerade wegen Corona entstanden in kurzer Zeit gute Verbindungen zu den Häusern. Da ich wegen der Ausbrüche oft vor Ort sein musste, wurden die Kontakte schneller und intensiver geknüpft. Man könnte sagen, Corona hat meine Einarbeitung um einiges beschleunigt. Ich fühle mich und meine Arbeit sehr geschätzt und bin mir sicher, dass die Entscheidung, zur MÜNCHENSTIFT zu wechseln, eine meiner besten war.

Text: MÜNCHENSTIFT Magazin, Heft 96 - Juni 2021
Fotos: MÜNCHENSTIFT